Die Volkshochschule Sauerlach e.V.
verfasst anläßlich der 1200-Jahrfeier der Gemeinde Sauerlach im Jahr 2000
ergänzt nach der Mitgliederversammlung 2007

Anfänge

Die Idee zu Volkshochschulen stammt aus der Arbeiterbewegung am Ausgang des letzten Jahrhunderts. Je nach deren Stärke sind Volksbildungseinrichtungen unterschiedlich  entstanden: Die Münchener Volkshochschule beispielsweise beruft sich auf Vorgänger aus dem letzten Jahrzehnt des vorigen Jahrhunderts. Nach den dunklen Jahren der Gleichschaltung unter dem Nationalsozialistischen Regime sind um 1950 viele Volkshochschulen wieder, viele andere neu entstanden. So auch in Sauerlach.

Aus einem Auflösungsprotokoll vom 23. September 1953, unterschrieben vom damaligen Bürgermeister Hubert Eicher, wissen wir, dass zumindest 1952 bis 1953 eine Volkshochschule bestanden hat. Der Bürgermeister bescheinigt, von Herrn Günter Sawade-Meyer Belege, 1 Sparkassenbuch der Raiffeisenkasse Sauerlach mit einem Guthaben von 35,10 DM und 1 Bargeldbetrag in Höhe von 25,90 DM erhalten zu haben. Erwähnt wird auch, dass noch ein Vortragshonorar in Höhe von etwa 30,00 DM für einen Vortrag "Entstehung der Welt" zu zahlen sei.

Wir sehen hieraus, dass auch in Sauerlach in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg Volksbildungsaktivitäten vorhanden waren, dass aber auf Grund der mangelnden Beteiligung und der steigenden Vortragskosten die Volkshochschule damals nicht gehalten werden konnte. Der Ausdruck Vortragskosten als einziger Hinweis auf die durchgeführten Veranstaltungen lässt darauf schließen, dass damals das Hauptaugenmerk auf dem Vortrag lag, nicht wie heute, auf Eigen-Betätigung, z.B. beim Lesen, Basteln, Malen.

Gründung

Erst 1972 – die Einwohnerzahl war auf 2.508 gestiegen, in Unterhaching, Taufkirchen und Oberhaching waren in den Jahren zuvor bereits Volkshochschulen entstanden – wurde ein neuer Anlauf genommen. Mit Unterstützung des Gemeinderates gründeten Walter Borger, Agathe Götz, Dr. Hermann Götz, Hartmut Heßler, Dr. Sigrid Heßler, Josef Köller, Alfred Mittelmeier, Gisela Nenning, Martin Schamberger, Walter Veitl und Walter Zimmermann am 1. März 1973 den Trägerverein Volkshochschule Sauerlach e.V.; dabei war weder dem Gemeinderat noch den Gründern etwas von der Vorgänger-vhs bekannt.

Am 4. Oktober 1973 wurde die vhs ins Vereinsregister München eingetragen und am 20. März 1974 in den Bayerischen Volkshochschulverband aufgenommen. Und nun ging es Schlag auf Schlag: Die Zeit war reif für derartige Bildungsunternehmungen. Den Auftakt bildete am 15. September 1973 ein Vortrag des in Sauerlach gut bekannten Schulrats i. R. Ludwig Wagner zum Thema Sauerlacher Chronik, später wurden wesentliche Teile seiner Aufzeichnungen im Gemeindeblatt veröffentlicht. Im Herbst/Winter 1973 fanden noch weitere zwölf  Veranstaltungen statt. Schon ein Jahr später, im Herbst 1974, wurden mehr als 30 Veranstaltungen angeboten, darunter das Orffsche Schulwerk für Kinder und ein Vortrag zum Denkmalschutz. Die Jahresgebühr für Sprachkurse betrug 96 DM. Machen wir einen Sprung über zehn Jahre: Unter den mehr als 50 Ankündigungen im Herbst 1984 finden wir eine Reise in die DDR, Schach für Kinder, die erste Begrünungsaktion, weiterhin viele Sprachkurse, die jetzt bereits 135 DM pro Studienjahr kosten, aber auch kunsthandwerkliche Dinge, wie Porzellan- und Bauernmalerei und Trachtennähen.

Überspringen wir weitere 15 Jahre: Für den Herbst 1999 kündigt die vhs Sauerlach mehr als 150 Veranstaltungen an, die Sprachkurse kosten jetzt 260 DM Jahresgebühr. Schwerpunkte des Programms sind heute Gesundheit (z. B. Wassergymnastik), Sprachen und künstlerisches Gestalten. Auch die aktuelle Informatik hat ihren Platz: Die Computerkurse sind gut besucht.

Der Umsatz, d.h. was wir an Gebühren einnehmen bzw. an Zuschüssen von Spendern und der Gemeinde erhalten und was wir für Unterrichtshonorare (Vorträge spielen heute eine geringere Rolle) an Dozenten und Programmvorbereitung, Gebühreneinzug und Verwaltung an unsere Teilzeitkräfte ausgeben, ist von 25.000 DM im Durchschnitt der ersten zehn Jahre bis heute auf das Zehnfache gestiegen: In jedem Jahr laufen mehr als 250.000 DM durch unsere Hände.

Menschen

vhs – wir haben es eingangs erwähnt – dient der Erwachsenenbildung; so sind vier Gruppen von Menschen zu nennen: diejenigen, für die wir uns engagieren, heute sagt man Zielgruppe: unsere Hörer; die Mittler: unsere Dozenten; die Verantwortlichen und schließlich die Mitglieder des Trägervereins.

Unsere Hörer

In einer Betrachtung zu unserem zehnjährigen Bestehen schreibt Prof. W. Faber, Inhaber des ersten bayerischen Lehrstuhls für Erwachsenenbildung: "Zunächst gilt die Feststellung, dass es den Volkshochschulbesucher gar nicht gibt". Er erläutert dann drei wesentliche Motive: "Da ist zunächst das alle Bereiche des Lebens bestimmende Nutzen-Motiv, bewusst oder unbewusst fragt der Erwachsene: Was habe ich von meiner Teilnahme?." Ein zweites ist "das Motiv der Betroffenheit", ein drittes wichtiges Motiv ist der Kontakt: "Viele Menschen wollen nicht nur lernen, sie wollen zugleich Menschen kennenlernen". Gerade diese Tatsache erleben wir oft im Büro, wenn Interessenten zu uns kommen mit den Worten "Ich bin gerade erst zugezogen und suche einen Kurs in ..." Tatsächlich – so zeigt sich im Gespräch – wird nicht ein Kurs in ... (was
immer das ist) gesucht, sondern eine Gelegenheit, Menschen gleicher Interessenlage zu finden.
Ein allgemeines, eher undifferenziertes Lernbedürfnis, das man auch als positive Neugier
beschreiben könnte, ist laut Prof. W. Faber ein weiteres Motiv.

Warum dann nicht viel mehr Hörer zu uns kommen, beantwortet Faber mit dem Sachverhalt, dass die Erwartungen, mit denen man gekommen ist, nicht erfüllt werden. Natürlich gibt es hier auch vielfache Missverständnisse, sei es, dass die Veranstaltungen nicht präzise genug angekündigt wurden, sei es, dass Leser nicht genau genug gelesen haben, sei es auch, dass Wörter in anderen Gegenden andere Untertöne haben.

Genaueres können wir auch heute nicht sagen, schließlich führen wir keine Statistik, welche Veranstaltungen eine bestimmte Person im Laufe der Zeit besucht hat. Allerdings erfahren wir gelegentlich, dass Sauerlacher Bürger Kurse in Nachbarvolkshochschulen besuchen, obwohl die gleichen Themen, z. T. von den gleichen Dozenten, in Sauerlach angeboten werden. Die Gründe können wir nur erraten.

Mitteilen können wir dagegen die Teilnehmerzahlen, wie sie auch an das Bayerische Landesamt für Statistik gemeldet wurden. So hatten wir 1974 in 30 Veranstaltungen 580 Teilnehmer, 1978 sogar 1.918 in 87 Veranstaltungen. Dieser Sprung hatte seinen Grund in einigen Diavorträgen, die die damals gerade aufkommende Überblendtechnik nutzten und damit besonders viele Zuschauer anlockten. So ging dann Anfang der 80er Jahre die Hörerzahl zurück, als wir uns mehr auf länger laufende Kurse konzentrierten (s. Übersichten). Auch 1985 bis 1989 war die Teilnehmerzahl rückläufig: Ein Signal für den Vorstand, die seit 1984 wieder rein ehrenamtlich unentgeltliche Programmplanung durch einen erfahrenen hauptamtlichen Mitarbeiter durchführen zu lassen. Das 1999/2000 erreichte Niveau von ca. 220 angebotenen Veranstaltungen, die von zwei- bis dreitausend Teilnehmern besucht werden, scheint das Maß für unsere Bevölkerungszahl und -struktur zu sein.

Unsere Dozenten

Wichtigstes Gut einer Lehranstalt – so auch der   vhs – ist der Lehrkörper, d. h. unsere Dozenten. Etwa 70 Damen und Herren repräsentieren die  vhs in jedem Semester gegenüber unseren Teilnehmern. Wir achten auf fachliche Qualifikation und angemessenes Auftreten. In der schon zitierten Betrachtung zur Volkshochschularbeit heißt es: "Bildung ist stets ein stark personalisiertes Feld, sie braucht zwischenmenschlichen Takt, sie braucht Respekt und Humor".

Aus der großen Zahl unserer Dozenten seien erwähnt Heide D`Andrea, die bereits seit dem ersten Lehrabschnitt und noch 2006 Englisch und Italienisch unterrichtet.

Von denen, die im Herbst/Winter 1982/83 –zu unserm 10jährigen Jubiläum– tätig waren,
unterrichten 1999/2000 – bei unserm 25jährigen – noch Katharina Biagosch, Ingeborg Bonifacic, Dagmar von Matuschka, Helen Moorwood.

Die Verantwortlichen

In den ersten Jahren haben die Gründer auch die Programmplanung und die mit der Realisierung verbundenen Aufgaben und Tätigkeiten übernommen: Vom Ausdenken des Themas über das Gewinnen der Dozenten, die Formulierung des Angebots im Programmheft, die Kontrolle der Anwesenheitsliste im Kurs bis zur Honorarauszahlung.

Sitzungen im Hause des Vorsitzenden waren immer zugleich Programmplanungs-, Vorstands- und Mitgliederversammlungen. Welche Funktionen von Mitgliedern ausgefüllt wurden, ist in der Tabelle Funktionen der Mitglieder(soweit möglich vollständig) aufgezeigt.

Die Mitglieder

Ohne Mitglieder kein Verein, aber Verein ist nicht gleich Verein! Bereits die Gründungsmitglieder haben – nicht nur wegen der Gemeinnützigkeit – in der Satzung bestimmt, dass sie als Mitglieder keine Vorrechte gegenüber Nichtmitgliedern haben wollen: Wir haben eher umgekehrt gehandelt: Wer mitarbeitet, soll auch Mitglied im Verein sein. So wird zwar kein Beitrag erhoben, jedes Mitglied soll aber mitarbeiten und muss für die Teilnahme an Veranstaltungen den gleichen Preis zahlen wie Nichtmitglieder.

Bei zunehmender beruflicher Belastung der Einzelnen wurde die Anzahl der Mitarbeitenden größer und dementsprechend die Koordinierung aufwendiger, sodass wir 1984 für Anmeldung und Inkasso Maria Schreiber als Teilzeitkraft gewannen und 1989 auch für die Programmplanung und das Gewinnen von Dozenten mit Günter Appelmann einen Hauptberuflichen fanden. So beschränkt sich die Mitarbeit der meisten Mitglieder heute auf die Entgegennahme des Rechenschaftsberichts, die Wahl und Entlastung des Vorstands. Dementsprechend hat der Verein nur etwa zwei Dutzend Mitglieder, ist also eigentlich ein Förderverein, auch wenn das am Namen nicht zu erkennen ist. In Publikationen sprechen wir auch vom Trägerverein; der e.V. bildet nur die rechtliche Basis für die eigentlichen Aktivitäten der vhs.

Besondere Ereignisse 1973 – 1984

Die bereits bei Gründung der vhs Sauerlach (und vielleicht auch schon früher) vom Bayerischen Volkshochschulverband gewünschte sehr enge Zusammenarbeit zwischen den vier Volkshochschulen im Hachinger Tal mit Sauerlach wurde lange diskutiert und endlich im Herbst 1977 als Arbeitsgemeinschaft der vhsn im Hachinger Tal e.V. realisiert, 1. Vorsitzender wurde Hartmut  Heßler. In dem neuen Schwung versuchten wir, auch in Brunnthal, Arget und Altkirchen Kurse durchzuführen.

Im Herbst 1976 wurde durch Gisela Nenning der Theaterkreis ins Leben gerufen. Nach dem Vorbild der vhs Unterhaching verwaltetenn wir Mitgliedschaften der Münchner
Theatergemeinde, ergänzt um Bustransfer zu den Theatern. Etwa 2000 schlief der zuletzt von Monika Schröder betreute Theaterkreis ganz ein, da nun auch viele Mitbürger eigene
Theaterabonnements besaßen.

Am 7. Juli 1977 begann der ebenfalls von Gisela Nenning initiierte Seniorenkreis seine Arbeit. 1988 übernahm Annemarie Jakob die Verantwortung,unterstützt von einem guten Dutzend ehrenamtlicher, fleißiger Helfer, meist Helferinnen.

Nach 2003 erwuchsen aus dem Kreis der Helfer Irmtraud Veitl, Annemarie Abel und Jutta Guggemoos als neues Leitungsteam.

Kinderfilmnachmittage führte Heli Strigel 1978 – 1986 mit tatkräftiger Unterstützung ihres
Mannes Dr. Werner Strigel durch, mit Bustransport von Arget und Altkirchen.

Ein erstes Sauerlacher Erwachsenenfilmprogramm organisierten ab 7. Oktober 1977 Dr.
Giovanni d'Andrea, Ulrich Johannes Beil, Dr. Wolfgang Eggert, Dorothee Rackwitz. Diese erste Reihe guter Filme in Sauerlach endete am 6. Juli 1979 mit Achternbuschs "Bierkampf", zünftig inszeniert mit Blasmusik und Fassbier unter freiem Himmel, und trotz der unruhigen Leinwand bei bester Stimmung.

Um Terminüberschneidungen zu vermeiden, organisierte die vhs bereits 1974 die erste
Vereinsterminkonferenz, heute unter Federführung der Gemeinde als Liste im Gemeindeblatt noch vorhanden.

Von 1984 bis 2005 wurden Pflanzaktionen durchgeführt zusammen mit dem Obst- und
Gartenbauverein und dem Bund Naturschutz: Die erste am Schlittenberg.
 

Reisen

Zum erstenmal nach auswärts brachen Interessierte am 26. April 1975 zu einer Halbtagsfahrt nach Landsberg/Lech auf. Weitere Fahrten rund um München führten unter Leitung von Alfred Mittelmeier u.a. nach Ingolstadt. Seit 1986 bemüht sich Heinz Normann zunächst mit einer Fahrt nach Landshut, um das Kennenlernen der bayerischen Heimat: Inzwischen dehnt er seine Kreise immer weiter aus. Trier, Wien und – 1998 – Dresden waren Ziele der bis heute 25 Kurzfahrten von ein bis vier Tagen Dauer.

Florenz 1981 war das erste Ziel einer Reihe von Reisen unter Leitung von Heide D'Andrea
(später Dr. Giovanni D'Andrea) in Städte und Regionen Italiens, um die geschichtlichen
Hintergründe, die Kultur und nicht zuletzt die italienische Lebensart zu studieren. Die Reihe
endete 1991 in Burgund.

Eine andere mehr von politischem Engagement her bestimmte Serie von Reisen ging 1983 von Hartmut Heßler aus. Sein Anliegen war, möglichst viele Menschen in die damals noch schwer zu bereisenden Länder hinter dem eisernen Vorhang, besonders in die damalige Deutsche Demokratische Republik zu führen. So konnte man die deutsch-deutschen Verwandtschaften und unterschiedlichen Entwicklungen besser verstehen und bekam auch einen Einblick in die ehemals deutsch bzw. habsburgisch bestimmten Gebiete in Polen, in der Ukraine und im Baltikum (1997). In diese Ost-Erkundung gehört auch der Prager Winter, eine Musik- und Theaterveranstaltung, für die sich seit 1988 immer wieder alte und neue Anhänger der Stadt und des Kulturprogramms begeistern. Einmalig war 1995 Monika Schröders Reise nach Island.

Nachtrag 2007:

Heinz Normann und Hartmut Heßler blieben auch weiterhin die treibenden Kräfte für vhs-
Reisen. Besonders zu vermerken sind Heinz Normanns Reisen nach Jordanien (2000), Syrien (2002), St.Petersburg (2004), China (2003+2005) und Mexiko (2007). Hartmut Heßler setzte seine "Osterkundung" fort mit Reisen nach Nord- und Süd-Böhmen (2002+2003), Mähren (2005) und in die Slowakei (2007). Ein unwiederholbares Erlebnis für alle Teilnehmer war die Reise in die 3 Länder südlich des Kaukasus: Aserbeidschan, Georgien und Armenien (2004).

Englischer Samstag und Oktober-Ereignis

Am Wochenende 11./12. November 1978 trafen wir uns in Schlickenried, um mit "native
speakers" ausschließlich englisch zu sprechen. Inzwischen findet dieser englische Samstag etwa alle sechs Wochen statt. Viele "natives" aus England, Irland und den USA sind gekommen, dazu noch viel mehr deutsche Teilnehmer. Sie haben mit uns Probleme gewälzt und die Welt verbessert bei gemütlichem Kaffee- bzw. Teeplausch und so soll es auch weitergehen mit alten und neuen Gästen.

Während die Gründungsmitglieder den Kontakt untereinander durch Sitzungen hielten, mussten die Kontakte zu Gemeinderäten, Dozenten, zu Nachbarvolkshochschulen und Spendern auf andere Weise gepflegt werden. Hierzu erfanden wir das Oktober-Ereignis: Jeweils am letzten Samstag im Oktober seit 1975 lud der Vorstand alle Freunde und Förderer der vhs in das Haus des Vorsitzenden zum Stehempfang.

1984 – 1989

Nach Auflösung des ARGE e. V. sahen sich die Mitglieder der vhs Sauerlach wieder auf sich allein gestellt, in nur loser Zusammenarbeit mit den anderen drei Volkshochschulen im Hachinger Tal. Wir hatten die einzelnen Fachgebiete, Referate, unter uns aufgeteilt, um das Programmachen auf mehrere Schultern zu verteilen. So zeichneten verantwortlich für das Kinderprogramm Ingeborg Bonifacic, für Kunst, Literatur Ulrike Beck, für Sprachen und
Gesundheit Dr. Sigrid Heßler, für Hauswirtschaft Elli Bergold, für EDV Hartmut Heßler; das von Gisela Nenning betreute Referat >Manuelles< reichte von Malkursen mit Cornelia Piesk über Batik und Tiffany bis zu Möbelschäden-Beseitigen oder Bumerang-Basteln und Keramikkursen von Volker Pilzecker. Für Wassergymnastik mit Christine Löwentraut nutzten wir das Lehrschwimmbecken der Sauerlacher Schule. Fit hielten auch die orientalischen Tänze unter Brigitte Kranz und Henrietta Schäufl. Sie verschönten auch unseren 20. und 25. Geburtstag 1993 bzw. 1998.

Es gab die wunderbaren Kunstführungen von Dr. Lieselotte Schütz und die
Schlösserbesichtigungen mit Toni Beil: Restaurierungsgeschichte aus erster Hand.

Die Kurse über Philosophie von Ulrich Johannes Beil, alte griechische Literatur von Hanskarl Kölsch, die amerikanische Kurzgeschichte (in Englisch) von einem Literaturwissenschaftler aus USA und Vorträge über die Weltreligionen von Jost Blum machten Sauerlach auch in dieser Zeit zum vhs -Standort der besonderen Art. Daneben pflegten wir weiterhin ökologische Themen wie Nisthölen-Bauen oder Kompost-Ansetzen und besuchten die Zugvögel an den Speicherseen, aber auch die Baustelle des Flughafens München II.

1986 starteten Heinz Normann und Maria Schreiber einen neuen Versuch, die Sauerlacher mit guten Filmen bekannt zu machen. Es liefen: Charly's Tante, Tootsie, Gandhi, Easy Rider, Sorbas, Faust, J.F. Kennedy ... usw., usw. Leider war auch dieser wunderbaren Reihe keine Dauer beschieden. Sie war im Oktober 1994 finanziell nicht mehr tragbar.

Großartig war der Erfolg des 1986 von Gisela Nenning inspirierten und organisierten 1.
Sauerlacher Schwarz-Weiß-Balls: – Keiner der vielen ehrenamtlichen Helfer bei Vor- und
Nachbereitung wird dieses Gemeinschaftserlebnis, die wunderschönen Venezianischen Kulissen, den festlichen Abend vergessen. Soviel unbezahlte Mitarbeit ist heute leider nicht mehr zu finden.

PC und EDV

Schon im 1. Semester brachten wir ein Referat über Mengenlehre und gleich danach die Antwort auf die Frage Was sind und was leisten Computer? In der Verwaltung der Arbeitsgemeinschaft haben wir in den Jahren 1979/80 mit Kleincomputern experimentiert, aber sie eigneten sich noch nicht für unsere Aufgaben. 1986 konnten wir uns dann die ersten vier PCs heutigen Standards leisten: Keine Angst vor EDV hieß der erste praktische EDV-Kurs, dem seither viele gefolgt sind. Alle einschlägigen Themen haben wir bisher angeboten und werden das auch weiterhin tun. Seit Einzug in das vhs-Haus wird der EDV-Raum mit 8 Arbeits- und einem Dozentenplatz auf dem jeweils neusten Stand in Hard- und Software gehalten. Beim Kursangebot folgen wir den Bedürfnissen unserer Kursteilnehmer.

Mitte 1990 unternahmen wir einen neuen Anlauf, die Büroarbeit durch EDV zu unterstützen:
Seit 1. Januar 1991 führen wir das Buchungsjournal mit einem eigenen Programm; auch für die Dozenten- und Kursteilnehmerverwaltung entwickelten wir eine auf unsere Belange
zugeschnittene EDV-Lösung, da eine für uns brauchbare Standardlösung noch nicht zu haben war. Gleiches galt auch für unseren Internetauftritt: Für unsere Vorstellungen gab es 1998 keine allgemein angebotene Lösung.
Seit 2003 haben wir jedoch sowohl für die Kurs- (Dozenten- + Teilnehmer-) Verwaltung als auch für die Finanzbuchhaltung und für den Internetauftritt aufeinander abgestimmte Programme gefunden, die für uns zudem den Vorteil haben, von allen Nachbarvolkshochschulen ebenfalls verwendet zu werden, sodass gegenseitiges Helfen möglich ist und Programmanpassungen auf Grund technischer oder gesetzlicher Änderungen nicht mehr von uns selbst durchgeführt werden müssen.

1989 – 1992 : Profis kommen

Im Mai 1989 wurde die vhs Sauerlach professionell. Wir gewannen Günter Appelmann, einen erfahrenen vhs-Mann für die pädagogische Leitung. Dies bedeutete für uns Ehrenamtliche eine große Entlastung. Die Fragen: Kommt der Dozent wirklich? Steht er vielleicht vor verschlossener Tür oder ohne Publikum? wurden nun auf kompetente Schultern übertragen. In freundschaftlichem Einvernehmen verwirklichte er unsere Ideen, fügte aber viele neue hinzu, besonders in den Bereichen Gesellschaft, politische Bildung, Recht. Der Theaterkreis wurde vielseitiger: Nach ausgeklügeltem Plan wurden mehrere Theater an einem Abend angefahren – zur Freude der Mitglieder.

1992 – 1998 : Die räumliche Entwicklung

1992 bekam die vhs ihr heutiges Gesicht: Im Oktober übernahm Gabi Haselbeck die
pädagogische Leitung in gleitendem Übergang von Günter Appelmann. Auch sie setzte neue Akzente im vhs-Programm: diesmal bei Gesundheit und Psychologie; die Patchwork-Gruppe mit Christa Preißinger entwickelte sich, die Malgruppen unter Margret Vierkant sind nicht mehr wegzudenken.

Eine besonders wertvolle Neuerung stellt der kulturgeschichtliche Überblick seit 1996 dar, eine semesterübergreifende Darstellung von Kunst und Geschichte vom Mittelalter bis zur Neuzeit – auch wenn er inzwischen ganz an Oberhaching abgegeben wurde.

Ebenfalls 1996 übernahm die vhs ein weiteres für die Allgemeinheit wichtiges Projekt: Das
Kinderferienprogramm, mit großer Begeisterung aufgebaut und betreut von Renate Wolf.

Schließlich soll ein besonderes Ereignis nicht unerwähnt bleiben: Am 28. Oktober 1998 – also wenige Stunden vor dem eigentlich am 29. Oktober fälligen Oktober-Ereignis – stattete die Staatsministerin für Schule und Unterricht, Monika Hohlmeier, der vhs Sauerlach einen Besuches ab. Anlass war die Verleihung des Ehrenzeichens des Bayerischen Ministerpräsidenten "in Würdigung langjähriger hervorragender Verdienste" an den Vorsitzenden Hartmut Heßler und die Schriftführerin Dr. Sigrid Heßler.

Gleichzeitig wurde das vhs-Haus feierlich eingeweiht, nachdem bereits am 7. August 1998 die Hausschlüssel durch Bürgermeister Walter Gigl an den vhs-Vorsitzenden Hartmut Heßler im Beisein des Architekten Peter Jäger übergeben worden und anschließend das vhs-Büro aus dem Rathaus in die " eigenen Vier-Wände " umgezogen war.

1998 – heute : Der große Umbruch

Die ersten Jahre nach dem Bezug unseres Hauses haben viele Veränderungen gebracht:

  • das eigene Haus
  • zusätzliche Mitarbeiter
  • Wechsel der Leitung
  • Wechsel im Vorstand

 
Das eigene Haus

Die Vorgeschichte zum Umzug in das vhs-Haus war sehr bewegt und hat ihren Nieder­schlag in der Tagespresse gefunden.

"Ein neues Haus zum Nikolaus" titelte der Münchner Merkur auf seiner Landkreisseite am
6.12.1995, nachdem Bürgermeister Gerald Bretfeld am 5.12.1995 bekannt gegeben hatte, dass die Gemeinde unter Nutzung einer großzügigen Spende das ehemalige Kastenmüller-Anwesen in der Bahnhofstraße für die vhs erworben habe. Die Spende sei zweckgebunden und werde nur gewährt, wenn das Haus der vhs zur Verfügung gestellt wird.

Allerdings war der Weg dorthin lang: Schon 1991 waren die Baupläne für den Block am
Postanger Wolfratshausener-/Ecke Münchner Str. sowohl für die Gemeindebücherei (Parterre und Souterrain) als auch die vhs (1.Stock) entworfen, dann aber nach Fertig­stellung des Rohbaues durch Beschluss des Gemeinderates gegen die Stimmen der SPD und des Bürgermeisters die Räume doch nicht der vhs zur Verfügung gestellt worden.

Die Kommunalwahl 1996 änderte die Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat : Die Gewichte für gemeindliche Maßnahmen änderten sich entsprechend, es gab Diskussionen, ob nicht die Spende zurückgegeben werden solle, die vhs könne doch im alten Rathaus bleiben.

Obwohl Vorstand und Leitung der vhs regelmäßig in öffentlicher Versammlung über alle Belange der vhs Bericht erstatten, wurde der Vorsitzende im Juli 1997 zur Berichterstattung vor den Gemeinderat zitiert; in der Tagespresse fand das seinen Niederschlag:

  • Ganz andere Kriterien als bei einem Tauben-Zuchtverein
    vhs soll auf ihre Betriebswirtschaftlichkeit geprüft werden(Münchner Merkur vom 9. Mai 1997)

  • vhs  beugt sich "lächerlichem" Wunsch
    Forderung nach Einsicht in die Interna ... bei der Mitgliederversammlung
    (Süddeutsche Zeitung – Hachinger Tal –  vom 27.Juni 1997)
  • Fragestunde artete zu einer Schlammschlacht aus
    vhs-Vorsitzender erstattet dem Gemeinderat Sauerlach Bericht
    (Münchner Merkur – Landkreis Süd – vom 10. Juli 1997)

(weitere Zitate aus Münchner Merkur und Süddeutsche Zeitung als Faksimile im Sauerlacher Heimatbuch, Sauerlach 2000, S.387)

Schließlich wurde am 28. November 1997 im Notariat Dr. J. Schulz, Wolfratshausen ein
Nießbrauch zugunsten der vhs an dem um die Obstwiese verkleinerten Anwesen Bahnhofstraße 5 eingetragen, und der Umbau konnte beginnen.

Aus Sicht der vhs mussten mehrere Zwischenwände herausgenommen werden, dazu kamen aufwendige Deckenverstärkungen und andere Maßnahmen, um das 100jährige Gebäude unserm heutigen Sicherheits- und Hygienestandard anzupassen. Am 7. August 1998 um 11:30 Uhr -fast 3 Jahre nach dem Erwerb- konnten endlich die Hausschlüssel an die vhs über­geben werden. Für die Erwachsenenbildung in Sauerlach begann ein neuer Abschnitt ihrer Geschichte.

Nachzutragen ist, dass insbesondere Bürgermeister Walter Gigl alle Wünsche der vhs, die auf verbesserte Nutzbarkeit für Unterrichtende und Teilnehmer abzielten, sehr unterstützt hat. Für die Inneneinrichtung mit Mobiliar und Unterrichtsmitteln hat die vhs selbst gesorgt; dabei ist insbesondere an den von der Leiterin Gabi Haselbeck initiierten Aufruf Spenden Sie Ihren Stuhl zu erinnern: Alle damals gestifteten Stühle sind noch heute mit den Namen der Spender versehen; die Tische konnten aus dem Überschuss der Stuhlspenden beschafft werden.

Für die Gestaltung des Vorgartens schenkte der Obst- u. Gartenbauverein Sauerlach, vertreten durch Gerhard Hofreiter am 21. April 1999. zwei Ginkgos; hierbei handelt es sich um zwei männliche Exemplare, die nicht die bekannten Stinkefrüchte der weiblichen Bäume tragen.

zusätzliche Mitarbeiter
Hausmeister

Auf Grund der Erfahrung anderer Einrichtungen wollte der vhs-Vorstand möglichst kein
unbewohntes Haus betreuen, also sollte eine Einliegerwohnung geschaffen werden. Erleichtert wurde dieser Entschluss dadurch, dass infolge des im Dachgeschoß offen liegenden Dachstuhls – im Seminarraum 2 trägt die freigestellte Konstruktion zur Gemütlichkeit bei – nur ein weiterer für viele Kurse zu kleiner Unterrichtsraum hätte entstehen können. Knappe 70 m² hatte der Architekt für eine Einliegerwohnung ermittelt.

Wie vermieten? An wen? Zu welchem Preis? Der vhs-Vorstand orientierte sich an den
Mietpreisen der übrigen gemeindlichen Liegenschaften. Neben der Bereitschaft zur
Miet­zahlung sollten der oder die Bewohner genug Zeit haben, auf Stundenbasis die Reinigung und gewisse Anwesenheitsdienste zu übernehmen.Doris Raible und Kurt Klum waren ein Paar, das diesen Gegebenheiten 1998 gerecht wurde.
Nach ihrer Pensionierung verließ Doris Raible Sauerlach, und ebenso Kurt Klum. In Ferdinand Amort fand der vhs-Vorstand einen Nachfolger, der als Schreiner die wünschenswerten Fähigkeiten und Kenntnisse mitbrachte.

Verwaltungskräfte

Entsprechend dem Wachsen der vhs gemessen an durchgeführten Unterrichtsstunden und zu betreuenden Teilnehmern wuchs auch die Arbeit im Hintergrund: Nicht allein der
Gebühreneinzug verlangte mehr Aufwand, auch Auskünfte mussten in wachsender Zahl
gegeben werden. Da lag es nahe, für Nebenarbeiten wie Plakate malen  (oder am Computer entwerfen und ausdrucken) und im Ort aufhängen oder erledigte Vorgänge ablegen eine Hilfskraft zu beschäftigen. Als erste verrichtete Susanne Sikorski ab Herbst 1999 diese Arbeit: Sie war Studentin, sehr engagiert und hat uns verwöhnt; leider verließ sie uns schon nach einem Jahr im Sommer 2000 – sie wechselte den Studienort.

Als Nachfolgerin kam Isolde Danner. Nachdem sie sich in die ihr zugedachten Arbeiten gut
eingearbeitet hatte, übernahm sie zusätzlich von Renate Wolf die Organisation des
Ferienprogramms für Kinder. Als Monika Schröder im Herbst 2005 in den Ruhestand ging,
übernahm Isolde Danner die Buchhaltung und Teilnehmerbetreuung; sie verließ uns im Sommer 2006.

Ursula Schall war dem Vorstand bekannt als langjährige Teilnehmerin der Malkurse und Mitglied der Gruppe Sauerlacher Maler. Wichtig war neben der Gabe schneller Auffassung insbesondere die Bereitschaft, auch mal eine Stunde ” ehrenamtlich”, d.h. außerhalb der Stundenaufschreibung zur Verfügung zu stehen. Und die ”Chemie” sollte stimmen! So übertrug der Vorstand das 13 Jahre von Monika Schröder betreute Arbeitsgebiet Buchhaltung und Teilnehmerbetreuung an Ursula Schall.

Auch für die zweite Stelle im Büro gab es eine Reihe von Bewerberinnen, aber nachdem
Heidrun Alof sich vorgestellt hatte, war die Entscheidung gefallen: Die passt ins Team! Äußerst ungern ließen wir sie 1 Jahr später weiterziehen; Frau Alof kehrte in ihren früheren Beruf zurück. Ihre Aufgaben übernahm im Sommer 2007 Andrea Ernst. Und wer heute ins Büro kommt, merkt sofort: Hier wird engagiert gearbeitet und dem Kunden kommt jede Mitarbeiterin mit Freude entgegen.

Wechsel in der Leitung

Im Sommer 2001 überraschte Gabi Haselbeck uns mit dem Antrag auf 2 Jahre Elternzeit.
Menschlich gern gegeben und rechtlich unausweichlich gewährten wir die beantragten 2 Jahre, für die wir in Angelika Rettenbeck eine kompetente Vertreterin fanden. Schwierig für die vhs wurde es, als Gabi Haselbeck den Wunsch äußerte, auch das dritte Jahr der gesetzlich zugelassenen Elternzeit selbst in Anspruch zu nehmen.

Der Vorstand konnte Angelika Rettenbeck für die Verlängerung der Vertretung um dieses dritte Jahr gewinnen. Inzwischen hatte sich Angelika Rettenbeck jedoch so in die Tätigkeit bei der vhs Sauerlach eingelebt, dass der Vorstand sie nicht mehr nur als Vertretung auf Zeit sondern als Teil der vhs empfand; deshalb bot er ihr an, nach Ablauf der Vertretungszeit von Gabi Haselbeck in Sauerlach zu bleiben. Damit war der vhs eine Führungskraft sicher. Für zwei Leiterinnen aber war die vhs Sauerlach zu klein. Im Sommer 2005 verließ Gabi Haselbeck die vhs Sauerlach nach 12
Jahren.

Wechsel im Vorstand

Anfang Oktober 1972 war Hartmut Heßler im Gemeinderat beauftragt worden, sich um die
Gründung einer vhs in Sauerlach zu kümmern. Es lag nahe, dass er mit der Gründung am 1. März 1973 den Vorsitz des Vereins vhs Sauerlach e.V. übernahm. Die ersten Stellvertreter waren Gisela Nenning und Martin Schamberger, die weiteren Vorstandsmitglieder Walter Borger als Kassier und Dr. Sigrid Heßler als Schriftführer. Im Laufe der Jahre gab es teils aus beruflichen, teils aus gesundheitlichen Gründen, einige Wechsel im Vorstand (alle Namen sind in der Übersicht aufgeführt), geblieben sind über Jahrzehnte der Vorsitzende Hartmut Heßler und bis 2003 die Schriftführerin Dr. Sigrid Heßler.

Auch für den Vorsitzenden gab es immer wieder Gründe zum Rücktritt, aber nie war ein
Nachfolger in Sicht. Erst Ende 2002 gab es nach einem Gespräch mit Bürgermeister Walter Gigl einen aussichtsreichen Kontakt in dieser Richtung. Die Beteiligten waren sich schnell einig, dass ein Stabwechsel ohne Vorbereitung nicht wünschenswert wäre, und fanden die Lösung: Ohne besondere Aufmerksamkeit hervorzurufen, wurde Waltraud Specker 2003 als Nachfolgerin von Dr. Sigrid Heßler zur Schriftführerin und damit in den Vorstand gewählt. So hatte sie Gelegenheit, alle Besonderheiten der Führung der vhs Sauerlach kennen zu lernen und die Geschicke im Vorstand mit zu gestalten. Insbesondere konnte sie den schwierigen Prozess der Leitungsfindung persönlich mit beeinflussen. Für manchen Außenstehenden vielleicht überraschend, aber aus Sicht der direkt Beteiligten ganz folgerichtig wurde Waltraud Specker auf Vorschlag des scheidenden Vorsitzenden Hartmut Heßler am 20. Mai 2005 von der Mitgliederversammlung einstimmig zur neuen Vorsitzenden der vhs Sauerlach gewählt.

Selbstverständlich wurde der nun gewählten Vorsitzenden Waltraud Specker das Recht
eingeräumt, die übrigen Mitglieder ihres Vorstands der Mitgliederversammlung vorzuschlagen: Sigrid Vorbeck und Alfred Graf von Matuschka als Stellvertreter, Peter Burger als Kassier und Werner Brenner als Schriftführer wurden von der Mitglieder-versammlung daraufhin jeweils einstimmig gewählt.

Die ”Tradition” des vhs–Empfanges –seit 1975 gepflegt– hat der neue Vorstand bei­behalten. Im Rahmen des vhs-Empfanges am 8. Oktober 2005 wurde Hartmut Heßler zum
Ehren­vorsitzenden ernannt. Obwohl dieser Titel in der Satzung nicht vorkommt, hat Hartmut Heßler ihn aus Respekt vor dem neuen Vorstand und mit Dank angenommen.

Bei dieser Gelegenheit wurden auch die Verdienste seines langjährigen Vorstandskollegen Heinz Normann gewürdigt; zunächst als Rechnungsprüfer von 1985 bis 1989, danach hat Heinz Normann von 1989 bis 2005, als stellvertretender Vorsitzender, Hartmut Heßler bei der Leitung der vhs unterstützt. Leider konnte Heinz Normann bei diesem vhs-Empfang nicht persönlich anwesend sein.

Anläßlich der Mitgliederversammlung 2007 wurde die Kontinuität in der Führung und Leitung der vhs hervorgehoben und alle Mitglieder des Vorstands einstimmig wieder gewählt.

    Funktionen    
    Walter Borger Gründungsmitglied 1.März 1973
    Agathe Götz Gründungsmitglied 1.März 1973
    Dr. Hermann Götz Gründungsmitglied 1.März 1973
    Hartmut Heßler Gründungsmitglied 1.März 1973
    Dr. Sigrid Heßler Gründungsmitglied 1.März 1973
    Josef Köller Gründungsmitglied 1.März 1973
    Alfred Mittelmeier Gründungsmitglied 1.März 1973
    Gisela Nenning Gründungsmitglied 1.März 1973
    Martin Schamberger Gründungsmitglied 1.März 1973
    Walter Veitl Gründungsmitglied 1.März 1973
    Walter Zimmermann Gründungsmitglied 1.März 1973
    Hartmut Heßler Vorsitzender 1973 bis 2005
    Waltraud Specker Vorsitzende 2005 bis heute
    Martin Schamberger stellv. Vorsitzender 1973 bis 1975
    Gisela Nenning stellv. Vorsitzende 1973 bis 1990
    Walter Zimmermann stellv. Vorsitzender 1975 bis 1989
    Heinz Normann stellv. Vorsitzender 1989 bis 2005
    Monika Schröder stellv. Vorsitzende 1992 bis 2001
    Alfred Graf von Matuschka stellv. Vorsitzender 2001 bis heute
    Sigrid Vorbeck stellv. Vorsitzende 2005 bis heute
    Walter Borger Kassier 1973 bis 1977
    Heinz Müller Kassier 1977 bis 1981
    Irene Rother Kassier 1981 bis 1987
    Dieter Schmeling Kassier 1989 bis 1997
    Peter Burger Kassier 1997 bis heute
    Dr. Sigrid Heßler Schriftführerin 1973 bis 2003
    Waltraud Specker Schriftführerin 2003 bis 2005
    Werner Brenner Schriftführer 2005 bis heute
    Walter Zimmermann Rechnungsprüfer 1973 bis 1975
    Josef Köller Rechnungsprüfer 1973 bis 1981
    Dr. Franz Rieger Rechnungsprüfer 1981 bis 1985
    Dieter Pränger Rechnungsprüfer 1981 bis 2003
    Heinz Normann Rechnungsprüfer 1985 bis 1989
    Dr. Hans Unterreitmeier Rechnungsprüfer 1989 bis heute
    Gert Flittner Rechnungsprüfer 2003 bis 2005
    Dagmar Reiter Rechnungsprüfer 2005 bis heute
    Ernst Hecht Vertreter der Gemeinde •) 1978 bis 1982
    Walter Borger Vertreter der Gemeinde •) 1978 bis 1990
    Gerald Bretfeld Vertreter der Gemeinde 1982 bis 1986
    Uwe Brieger Vertreter der Gemeinde 1986 bis 1994
    Walter Gigl Vertreter der Gemeinde 1990 bis 1996
    Florian Preißinger Vertreter der Gemeinde 1994 bis 2002
    Margarete Brunnhuber Vertreterin der Gemeinde 1996 bis heute
    Rainer Vorwerg Vertreter der Gemeinde 2002 bis heute
    Heli u. Dr. Werner Strigel Kinderfilm 1978 bis 1986
    Ingeborg Bonifacic Referat Kinderprogramm 1984 bis 1989
    Ulrike Beck Referat Kunstverständnis, Literatur, Musik 1984 bis 1989
    Dr. Sigrid Heßler Referate Sprachen und Gesundheit 1984 bis 1989
    Hartmut Heßler Referat Berufl.Bildung/ Naturwissenschaft 1984 bis 1989
    Elli Bergold Referat Hauswirtschaft 1984 bis 1989
    Gisela Nenning Referat Manuelles 1984 bis 1989
    Günter Appelmann Geschäftsführung 1989 bis 1992
    Gabi Haselbeck Geschäftsführung 1992 bis 2001
    Angelika Rettenbeck Geschäftsführung 2001 bis heute
    Maria Schreiber Anmeldung/Verwaltung 1984 bis 1992
    Monika Schröder Anmeldung/Verwaltung 1992 bis 2005
    Isolde Danner Anmeldung/Verwaltung 2005 bis 2006
    Ursula Schall Anmeldung/Verwaltung 2005 bis heute
    Heidrun Alof Anmeldung/Verwaltung 2006 bis 2007
    Andrea Ernst Anmeldung/Verwaltung 2007 bis heute
    Renate Wolf Kinderferienprogramm 1995 bis 1999
    Isolde Danner Kinderferienprogramm 2001 bis 2005
    Erna u. Heinz Müller Seniorennachmittag 1977 bis 1981
    Rudolf Arzberger x) Seniorennachmittag 1981 bis 1988
    Annemarie Jakob + Seniorennachmittag 1988 bis 2003
    Annemarie Abel Seniorennachmittag 1988 bis heute
    Irmtraud Veitl Seniorennachmittag 1988 bis heute
    Jutta Guggemoos Seniorennachmittag 2003 bis heute
    Heinrich Jennerwein Sprecher der Senioren 1989 bis heute
         
    x) Rudolf Arzberger betreute den Seniorennachmittag zusammen mit Thekla Lehner, Hermann Thoma und Resi Wanke.
    •) Die Vertreter der Gemeinde wurden erstmals mit der Gründung der Arbeitsgemeinschaft der Volkshochschulen im Hachinger Tal e.V. berufen und nach deren Auflösung beibehalten.
    +) Annemarie Jakob verstarb 2003
    Stand 22.01.2008

      Räumliche Entwicklung

       1973 Herbst Büro im Wohnzimmer, Kurse im Hobbyraum des Vorsitzenden und in der Schule
       1978 Herbst Gymnastikraum im Schulerweiterungstrakt, von vhs mit Ballettstange ausgestattet
       1984 Herbst Büro im ersten Stock des gerade fertiggestellten neuen Rathauses
      1985 Herbst vhs-Raum im alten Rathaus
      1986 Frühjahr regelmäßige Mitnutzung des vhs-Raumes durch andere Vereine / Nutzung der Räume im Untergeschoß der Schule (Erweiterungsbau) zusammen mit Musikschule
      1989 Sommer Umzug des Büros aus dem 1. Obergeschoß des neuen Rathauses ins Erdgeschoß
      1991 Frühjahr Beginn der Planung zum Postangergebäude: vhs ins 1. Obergeschoss
      1995 Herbst Ankauf des Anwesens Bahnhofstraße 5 / Kastenmüller durch die Gemeinde mit Unterstützung eines Unbekannten, der 1,5 Mio. DM spendete, dafür aber ein Nießbrauchrecht zugunsten vhs verlangte: Ein neues Haus zum Nikolaus, Titel einer Pressenotiz vom 6. Dezember 1995
      1998 Herbst Büro und fünf Unterrichtsräume im vhs-Haus, Bahnhofstr. 5, weiterhin drei Räume (Abendkurse) in der Schule (Erweiterungsbau) und Mitbenutzung des
      Mehrzweckraums (Seniorennachmittag) und des Judoraums (z. B. orientalische Tänze) in der Mehrzweckhalle und der Galerie der alten Schulturnhalle
      2008 Frühjahr Ein zusätzlicher Gesundheitsraum im Untergeschoß des Erweiterungsbaus der Schule
      2009 Frühjahr vhs-Haus: Umbau des Besprechungszimmers im Erdgeschoß in einen Kursraum

      Stand 17.05.2009

        Zahlreiche vhs-Gesundheitskurse werden in den Bonussystemen der Krankenkassen anerkannt!
        entwickelt von cmx Konzepte
         und Webovations
        cmxKonzepte© 
        Wir sind für Sie da:
        Mo, Di, Mi
        Do
        10.00-12.00 Uhr
        16.00-18.00 Uhr
        und nach Vereinbarung

        Außerhalb unserer Geschäftszeiten steht Ihnen unser Anrufbeantworter rund um die Uhr zur Verfügung. Sprechen Sie bitte Ihr Anliegen auf Band. Wir melden uns dann umgehend bei Ihnen.
        Volkshochschule
        Sauerlach

        Wissen und mehr